Unter Sonographie versteht man in der Medizin die Anwendung von Ultraschall zur Untersuchung der inneren Organe und Gefäße. Sie beruht auf dem Echoprinzip: Ein gerichteter Ultraschall wird ausgesandt und von den aufeinanderfolgenden Schichten des beschallten Objektes unterschiedlich stark reflektiert. Gut darstellbar sind alle flüssigen bzw. weichen und von außen zugänglichen Strukturen. Eine Ultraschalluntersuchung ist nach bisherigen Untersuchungen ohne jedes Risiko und für den Patienten nicht belastend. Sie kann in fast allen medizinischen Fachdisziplinen angewendet werden.

Folgendes Leistungsspektrum erwartet Sie bei der Sonographie in Leipzig

  • Sonographie des Abdomen (Nieren, Leber, Gallenblase, Gallengänge, Bauchspeicheldrüse, Harnblase, Milz, Aorta und andere große Gefäße)
  • Sonographie Uro (Nieren und Harnblase)
  • Doppler-/Duplex-Sonographie der Becken- und Beingefäße
  • Dopper-/Duplex-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße
  • Sonographie der Schilddrüse
  • Sonographie des Herzens (Doppler-Echokardiografie)

Sonographie Abdomen

Bei der Sonographie des Abdomen werden Nieren, Leber, Gallenblase, Gallengänge, Bauchspeicheldrüse, Harnblase und große Gefäße wie Aorta und Milz überprüft. Sie wird sowohl zur Diagnose von Erkrankungen als auch zur Verlaufskontrolle angewandt. Für eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sollte der Patient nüchtern sein. Der Patient macht die Bauchregion frei und die Untersuchung beginnt. Nach der Untersuchung kann sofort wieder gegessen und getrunken werden. Bei unklaren Unterbauch- oder Blasenbeschwerden sollte zur zusätzlichen Beurteilung des Unterbauches oder der Harnblase die Harnblase gefüllt sein (vorher nicht auf Toilette gehen).

Sonographie Uro

Bei der Sonographie Uro handelt es sich um die Ultraschalluntersuchung beider Nieren und der Harnblase.

So können chronische entzündliche Veränderungen erkannt werden. Sie erfolgt auch zum Nachweis bzw. Ausschluss von gutartigen oder bösartigen Veränderungen.

Der Patient muss nicht nüchtern sein. Um die Harnblase beurteilen zu können, darf sie nicht leer sein (vorher nicht auf Toilette gehen). Sie macht Sinn bei folgenden Beschwerden:

  • V.a. Nieren- oder Harnblasenerkrankungen
  • erhöhter Blutdruck ( arterielle Hypertonie)
  • bei Schmerzen zum Ausschluss von Nieren- und Harnblasensteinen
  • häufiges Urin lassen
  • Beschwerden beim Urin lassen
  • V.a. Blasenentleerungsstörung
  • Harninkontinenz

Doppler- / Duplex-Sonographie der Becken- und Beingefäße

Die Doppler- und Duplex-Sonographie sind zwei sich ergänzende spezielle Ultraschallverfahren, die ohne großen Aufwand durchgeführt werden können und einen diagnostisch sicheren und wertvollen Einblick in die Durchblutungssituation ermöglichen.  Diese Sonographie macht Sinn bei:

  • unklaren Beschwerden/Schmerzen in den Beinen (mit Verdacht auf Gefäßeinengungen der Becken- und oder Beinarterien)
  • Veränderungen der Gefäßwand (z.B. Verkalkungen)
  • Aneurysmen (Gefäßaussackungen)

Bei der reinen Dopplersonographie wird der Blutfluss innerhalb der Blutgefäße beurteilt. Dabei können Einengungen (Stenosen) ab ca. 40-50% erkannt und deren Ausmaß genau bestimmt werden. Bei der Duplexsonographie beurteilt man den Verlauf der Blutgefäße, das Gefäßkaliber und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht. Es ist möglich, die Wanddicke und auch Ablagerungen in den Arterien auszumessen, um eine direkte Vergleichsmöglichkeit bei weiteren Verlaufskontrollen zu haben. Zur besseren Beurteilung von Stenosen dient die farbkodierte Duplexsonographie. Hierbei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Richtung des Blutflusses farblich dargestellt wird (Venen in rot, Arterien in blau). Durchblutungsstörungen können so noch besser festgestellt werden, auch sehr kleine Gefäße werden sichtbar. Der Vorteil liegt darin, dass immer seltener die Notwendigkeit zum Röntgen besteht.

Duplex-Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße

Die Doppler- und Duplex-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße ist ein spezielles Ultraschallverfahren, welches einen wertvollen Einblick in die Durchblutungssituation ermöglicht. Hirnversorgende Gefäße sind zum Beispiel: A. carotis communis, A. carotis externa, A. carotis interna, A. vertebrales, A. subclavia. Das Doppler Verfahren der hirnversorgenden Gefäße wird angewendet: 

  • Als Schlaganfallprophylaxe
  • Bei unklarem Schwindelgefühl 
  • Zum Ausschluss von beginnenden oder vorhandenen Gefäßverengungen (Plaques)
  • Zum Ausschluss oder Nachweis von Aneurysmen (Gefäßaussackungen)

Sonographie Schilddrüse

Bei der Schilddrüsensonographie werden die Größe sowie strukturelle Veränderungen der Schilddrüse festgestellt. Ein spezieller hochauflösender Ultraschall-Schallkopf dient dabei zur Untersuchung der Schilddrüsenregion. Mit dem Ultraschallkopf werden das gesamte Organ und die umliegenden Strukturen (Lymphknoten und Blutgefäße) systematisch untersucht. Die Untersuchung macht Sinn bei:

  • Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung
  • Abklärung auffälliger Schilddrüsenbefunde
  • Funktionsstörungen
  • Entzündungen
  • Tumoren
  • Zysten
  • Schmerzen
  • unklare Resistenzen/Verdickungen  in der Halsregion 

Sonographie des Herzens (Doppler-Echokardiografie)

Bei der Sonographie des Herzens (Doppler-Echokardiografie) können u.a. festgestellt werden:

  • Veränderungen der Herzklappen
  • Angeborene Herzfehler
  • Herzmuskelerkrankungen
  • Herzbeutelerkrankungen
  • Hinweise auf Durchblutungsstörungen / Pumpstörungen
  • Veränderungen am Herzen (z.B. Tumor)

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen einer Sonographie?
Die Ultraschallwellen sind unsichtbar und werden vom Patienten nicht bemerkt. Es liegt keine Strahlenbelastung vor.